Verbesserung der Lebensbedingungen von Demenzerkrankten geht nicht ohne Umsetzung des neuen Pflegebegriffs

Veröffentlicht am 19.09.2014 in Pressemitteilungen

Am 21. September ist Welt-Alzheimer Tag. Die Beratung und Entlastung von Angehörigen muss ausgebaut werden. Ohne den systematischen Schritt der Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs wird eine wesentliche Verbesserung der Lebensbedingungen von Demenzerkrankten nicht möglich sein.

Das Thema Demenz wird in Zukunft immer mehr Menschen in Deutschland berühren. Derzeit sind in Deutschland 1,5 Millionen Menschen betroffen. Die Pflegeversicherung bildet die Bedarfe dieser Menschen immer noch unzureichend ab. Deswegen ist wie im Koalitionsvertrag vereinbart, der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff, der auch kognitive Einschränkungen berücksichtigt und echte Teilhabe ermöglicht, so schnell wie möglich und noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen.

Angehörige von Pflegebedürftigen und insbesondere von Demenzerkrankten müssen stärker entlastet werden. Deswegen werden wir als Bundesregierung in einem ersten Reformschritt die sogenannte Kurzeit- und Verhinderungspflege flexibilisieren und ausweiten. In Pflegeeinrichtungen wird es eine deutliche Aufstockung von Betreuungspersonal geben. Auch werden neue niedrigschwellige Betreuungsleistungen in der ambulanten Pflege eingeführt, die im Vorgriff auf den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs Pflegebedürftigen ermöglichen, Leistungen wie Spaziergänge oder das Vorlesen in Anspruch zu nehmen.

Um Demenzkranke besser zu versorgen, muss noch viel getan werden. Die Beratung und Entlastung für Angehörige muss ausgebaut und die Pflegeleistungen ihren Bedürfnissen angepasst werden. Ohne den systematischen Schritt der Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs werden wir eine umfassende Verbesserung der Lebensbedingungen von Demenzerkrankten nicht erreichen.

 

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