Ursachen psychosomatischer Krankheiten bekämpfen

Veröffentlicht am 16.09.2014 in Pressemitteilungen

Mattheis und Gündel tauschen sich über Prävention aus

Eine gute regionale klinische Versorgung und stärkere Anstrengungen in der Prävention seien nötig, um Menschen mit psychischen Erkrankungen zu helfen: zu diesem Zwischenfazit kamen die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis und Professor Harald Gündel, Ärztlicher Direktor der Ulmer Universitätsklinik Psychosomatische Medizin und Psychotherapie bei ihrem Austausch. „Ich werde mich dafür einsetzten, dass bei den laufenden Debatten zum Präventionsgesetz die betriebliche Gesundheitsförderung auch für kleinere Betriebe finanziell gestärkt wird“, sagte die Parlamentarierin im Anschluss an ihren Besuch in der Ulmer Uniklinik zu.

Anspruchsvollere Arbeitsbedingungen und Lebenskrisen wie Arbeitslosigkeit haben einen erheblichen Einfluss auf die seelische und körperliche Gesundheit der Menschen. Das Problem sowohl bei der Vorbeugung als auch bei der Behandlung erkrankter Menschen sei: „Lärm kann man messen, Stress nicht“, betonte Gündel. Deshalb bieten seine Mitarbeiter Sprechstunden in Betrieben an, sind Ansprechpartner für Personalbüros und tauschen sich mit dem Betriebsarzt aus, um frühzeitig drohende Erkrankungen zu erkennen. Früherkennung, Intervention und Re-Integration nach der Gesundung seien zielführender als die bloße Verschreibung von Antideppressiva, berichtete Gündel aus seinen Forschungsergebnissen.

Mit dem Präventionsgesetz solle erreicht werden, dass in allen Lebensbereichen von der Kita bis zum Arbeitsplatz Maßnahmen ergriffen werden, um Krankheiten zu vermeiden und rechtzeitig Hilfestellung zu geben. Auch die geplante Anti-Stress-Verordnung soll Stress am Arbeitsplatz bekämpfen, berichtete Mattheis von den politischen Konsequenzen der wissenschaftlichen Erkenntnisse.

 

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