Schutz der Menschen steht für Mattheis bei Arzneimittel-Tests im Vordergrund

Veröffentlicht am 13.04.2016 in Pressemitteilungen

Neue Demenz-Medikamente können nur an Demenzkranken getestet werden. Doch wie willigen diese ein, als Versuchspersonen an klinischen Studien mitzuwirken? Die Gesundheitspolitikerin Hilde Mattheis informiert Interessierte und Betroffene in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis über die Einigung in der Arzneimittelgesetz-Novelle, die am Donnerstag in den Bundestag eingebracht wird: „Nur wenn der Betroffene klinische Prüfungen in der Patientenverfügung ausdrücklich gestattet hat und der Betreuer einwilligt, können in Zukunft neue Medikamente an diesen Personen getestet werden“.

Generell bleiben auch in Zukunft klinische Studien an Patienten verboten, die nicht in der Lage sind, ihre Einwilligung dazu abzugeben. Andererseits können neue Medikamente zur Verbesserung der Situation beispielsweise Demenzkranker nur dann auf den Markt kommen, wenn diese ihre Wirksamkeit in klinischen Studien bewiesen haben. „Um der Forschung ein Fenster zu öffnen und gleichzeitig die Patienten umfassend zu schützen, wurde dieser Kompromiss über den Weg der Patientenverfügung erzielt“, erläutert Mattheis.

Im Arzneimittelgesetz (AMG) werden insbesondere die Verfahren zur Genehmigung klinischer Prüfungen geregelt. Mit der AMG-Novelle, die in erster Linie der Umsetzung einer EU-Verordnung über klinische Studien in deutsches Recht dient, sollen die Genehmigungen klinischer Prüfungen europaweit vereinheitlicht und beschleunigt werden. Ziel sei, die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Bürger und zum anderen ein reibungsloses Genehmigungsverfahren zu gewährleisten, so Mattheis.

 

Hier finden Sie mich:

Hilde in Social Media

                           

Hildes Podcast