Praktikumsbericht von Katharina Kolbe

Veröffentlicht am 01.05.2014 in Bundespolitik

Mein Name ist Katharina Kolbe und ich war vom 03. März bis zum 30. April 2014  Praktikantin im Bundestagsbüro von Hilde Mattheis. Im Rahmen meines Studiums der Biotechnologie ist solch ein Praktikum eigentlich nicht vorgesehen. Ich habe mich also aus purer Neugierde für das bundespolitische Geschehen für dieses Praktikum entschieden. Bei Hilde habe ich mich beworben, weil sie gerade gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion geworden war und ich mich mit ihrer politischen Einstellung sehr gut identifizieren kann.

Meine erste Woche war keine Sitzungswoche. In dieser Zeit befindet sich Hilde im Wahlkreis in Ulm. Ich habe mich also erst einmal in das Bürogeschehen eingearbeitet und mich mit verschiedenen Rechercheaufgaben und der Beantwortung von Bürgerbriefen beschäftigt. Das ist eine sehr interessante und facettenreiche Aufgabe, bei der man auf viele Probleme aufmerksam wird und dementsprechend viel dazulernen kann. In einem Bundestagsbüro kann auch das Öffnen der Post ein kleines Highlight sein. Dort finden sich natürlich sehr viele Einladungen zu unterschiedlichsten Terminen, Gesprächsanfragen, aber auch unzählige Broschüren und Zeitschriften.
Die zweite Woche startete in einem etwas anderen Tempo. In Sitzungswochen ist immer viel los und das Telefon steht eigentlich nicht still. Nachdem ich Hilde das erste Mal persönlich getroffen habe, begleitete ich sie direkt in die Arbeitsgruppe  Gesundheit, sowie am darauf folgenden Tag in den Gesundheitsausschuss. Außerdem durfte ich bei diversen Gesprächen mit Interessengruppen mit dabei sein.
Die Gesundheitspolitik ist ein wahnsinnig spannendes und weitreichendes Feld.  Die Fülle verschiedener Abkürzungen und interner Fachtermini machten es zu Beginn meines Praktikums recht schwierig den Ausschüssen und Expertengremien völlig folgen zu können. Es benötigte einige Zeit sich in dieses komplexe Thema und ihre zahlreichen Interessengruppen einzulesen.  Auffällig fand ich auch, dass es sich um einen sehr männerdominierten Bereich handelt. Ich durfte beispielsweise an einem Workshop bei ver.di zur Personalbemessung im Krankenhauswesen teilnehmen, bei dem ich die einzige Frau war… Ich finde es daher sehr bewundernswert, mit welcher Klarheit und Direktheit Hilde in Gesprächen mit verschiedensten Interessengruppen ihre politische Meinung zu verdeutlichen in der Lage ist.

Im Rahmen des PraktikantInnenprogrammes der SPD-Fraktion wurde es mir ermöglicht an verschiedenen interessanten Veranstaltungen teilzunehmen. Neben Besuchen bei dem Deutschen Roten Kreuz und der Aidshilfe standen auch Klassiker wie die Besichtigung des Bundeskanzleramtes und verschiedener Ministerien auf dem Plan. Das ist natürlich eine wunderbare Möglichkeit, um mit anderen Praktikantinnen ins Gespräch zu kommen und sich untereinander etwas auszutauschen.

Da ich länger als 6 Wochen Praktikantin war, durfte ich auch an einer SPD-Fraktionssitzung teilnehmen. Zum einen sieht man auf diesem Weg einmal die ganzen „Größen“ der SPD und darf der parteiinternen Unterhaltung folgen. Das sollte man sich als Praktikant nicht entgehen lassen…

Etwas ganz Besonderes war für mich auch der Besuch des Mittagstisches der Parlamentarischen Linken. Diese Treffen des linken SPD-Parteiflügels findet in der Paralmentarischen Gesellschaft des Bundestages statt. Das ist ein wirklich schönes und prunkvolles Gebäude, das man auf jeden Fall einmal von innen gesehen haben sollte. Der PL-Mittagstisch ist aber natürlich auch thematisch sehr interessant. Unter anderen hat Manuela Schwesig über ihre Pläne als Familienministerin referiert, es wurde über das Freihandelsabkommen zwischen Deutschland und der USA (TTIP) diskutiert oder auch die aktuelle Krisenlage in der Ukraine beleuchtet.

Was ich aus diesem Praktikum mitnehme?

Zunächst einmal großen Respekt vor einer starken sozialdemokratischen Politikerin, die auch in einer großen Koalition ihrer politischen Einstellung treu bleibt. Große Achtung habe ich natürlich auch vor den MitarbeiterInnen von Hilde, die im Hintergrund einen wichtigen Teil der politischen Arbeit stemmen. Obwohl es meistens sehr viel zu tun gab, war die Stimmung im Büro die ganze Zeit über heiter und sehr angenehm.

Mir persönlich ist bewusst geworden, dass mir die politische Arbeit große Freude bereitet. Es war wirklich eine abwechslungsreiche Zeit, die mich viel gelehrt und das Spektrum meiner beruflichen Zukunft über das Labor hinaus erweitert hat.
Nicht zu vergessen ist natürlich meine (Neu)Mitgliedschaft bei der SPD J.

Zum Schluss möchte ich Bettina, Anja, Karl und natürlich Hilde für die tolle Erfahrung danken. Die Zeit im Bundestag wird mir in sehr guter Erinnerung bleiben!

 

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