Mehr Mittel für Erforschung seltener Krankheiten

Veröffentlicht am 01.07.2016 in Pressemitteilungen

Bei einem Treffen mit dem Leiter der Huntington-Ambulanz in der Klinik für Neurologie der Uniklinik Ulm informierte sich die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, über die Forschung zur seltenen Huntington-Krankheit. Sie versprach sich für Bundesmittel einzusetzen.

„Die Arbeit von Herrn Prof. Landwehrmeyer, dem Leiter dem Huntington-Ambulanz und seinem Team ist überaus beeindruckend“, meinte Mattheis nach ihrem Besuch an der Uniklinik Ulm. „Die neuartige Behandlungsstudie, die die Uniklinik Ulm zusammen mit fünf anderen Huntington-Zentren weltweit durchführt, könnte womöglich einen Durchbruch bei der Behandlung der Krankheit bedeuten.“

Von der Huntington-Krankheit sind im süddeutschen Raum rund 200 Personen betroffen. Die Krankheit wird vererbt und tritt meist ab dem 30.-40. Lebensjahr auf. Es handelt sich um eine degenerative Erkrankung des Gehirns, durch die Muskelsteuerung und grundlegende mentale Funktionen immer weiter eingeschränkt werden. Die Betroffenen und ihre Familien bedürfen einer intensiven sozialen Betreuung. Die Krankheit selbst ist aber bisher unheilbar. Die Forschung der Uniklinik Ulm zielt darauf ab, das krankmachende Huntington-Gen „stumm“ zu schalten, um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen oder sogar umzukehren.

„Um die Forschungsarbeit in Zentren für seltene Erkrankungen zu unterstützen, haben wir im sog. Krankenhausstrukturgesetz 2015 einen neuen Finanzzuschlag für Zentren an Kliniken beschlossen. Hiervon profitiert auch die Uniklinik Ulm mit ihren Forschungsvorhaben im Bereich Demenz, ALS und eben auch Huntington“, berichtete Mattheis. „Darüber hinaus gibt es aber weitere Bundesmittel, die für die Forschung an seltenen Krankheiten eingesetzt werden können. Gemeinsam mit Bundestagskollegen aus dem Bereich Bildung und Forschung werde ich prüfen, wie diese Mittel zielgerichtet auch für die Uniklinik Ulm eingesetzt werden können.“

 

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