Mattheis: Konversionsversuche werden endlich bestraft

Veröffentlicht am 19.12.2019 in Pressemitteilungen

Berlin, 19.12.2019 – Das Bundeskabinett hat gestern einen Gesetzentwurf zum Schutz vor Konversionsbehandlungen beschlossen. Damit sollen Versuche, die sexuelle Orientierung eines Menschen gewaltsam zu verändern, unter Strafe gestellt werden. Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, Berichterstatterin für LGBT-Gesundheit in der SPD-Bundestagsfraktion fordert eine breite Zustimmung zum Entwurf.

 

„Es ist gut, dass wir endlich diese inhumanen Praktiken bestrafen. Dass im 21. Jahrhundert hierzulande weiterhin versucht wird, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität durch Umpolungsversuche verändert, ist unglaublich. Dieses Gesetz ist damit auch ein weiterer Baustein für Akzeptanz und Gleichberechtigung in unserem Land.“, erklärte Mattheis.

Mit dem Gesetzentwurf werden sog. Konversionsbehandlungen an Minderjährigen sowie Volljährigen mit Willensmangel verboten. Ebenfalls verboten wird die öffentliche Werbung, Angebot oder Vermittlung solcher Behandlungen. Es drohen Strafen von bis zu einem Jahr Freiheitsentzug.

 

„Ich hätte mir gern mehr gewünscht, nämlich ein Komplettverbot dieser Konversionsversuche für alle.“, sagte Mattheis. „Dies ist aber laut juristischer Darlegung aufgrund der Freiheitsrechte im Grundgesetz nicht möglich. Es ist also auch unsere Aufgabe, dafür weiter zu kämpfen, dass niemand mehr aufgrund seiner sexuellen Orientierung sich schämt oder Angst haben muss und glaubt, eine vermeintliche Therapie würde helfen. Deshalb erwarte ich auch eine breite und rasche Zustimmung des Bundestages zu diesem Gesetzentwurf.“

 

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