Mattheis: Kommunale Sozialpolitik darf nicht das 5. Rad am Wagen sein

Veröffentlicht am 26.07.2018 in Pressemitteilungen

Ulm, 26.07.2018 – Vorsorgende Sozialpolitik und Armutsprävention waren die Themen der Diskussionsrunde, zu der der SPD-Ortsverein Ulm Mitte-Ost und die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis vergangene Woche in die Ulmer Stuben luden. Ihr Gast Dieter Maly, Sozialamtsleiter der Stadt Nürnberg stellte den Ansatz der bayerischen Großstadt dar.

Ein Schlüsselelement sei laut Maly, dass alle Abteilungen der Nürnberger Verwaltung für das Thema Armut und Armutsprävention sensibilisiert seien und vierteljährlich über die aktuelle Sozialdaten informiert würden. Die Stadt legt einen großen Fokus auf eine vorsorgende Politik, d.h. Armut möglichst verhindern. Das gelingt zum Beispiel über kommunale Programme wie einem umfangreichen Ferienprogramm für Kinder sozial benachteiligter Eltern oder eine Schulmittelaktion, mit denen die Stadt Lernmittel bereitstellt. Auch die Wohnungsbaugesellschaften sind direkt in die Armutsprävention einbezogen

Kontinuierlichen Input erhalten Verwaltung und Politik durch ein eigens gegründetes „Netz gegen Armut“, in denen Wissenschaftler und Expertinnen und Experten aus der Praxis, Wohnungsbau sowie Sozialverbände zusammensitzen und Hilfestellung geben, „wo der Schuh drückt“.

„In Nürnberg ist Sozialpolitik nicht das 5. Rad am Wagen“, resümiert Hilde Mattheis die Veranstaltung. „Auf den gleichen Weg müssen wir uns auch in Ulm und den umliegenden Gemeinden machen. Dass trotz unseres wirtschaftlichen Reichtums hier in der Region weiterhin so viele Menschen in Armut leben müssen, kann uns als SPD nicht zufriedenstellen.“

 

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