Mattheis fordert weitere Hilfen für Milchbauern

Veröffentlicht am 09.06.2016 in Pressemitteilungen

„Wir müssen den Milchbauern helfen, wieder faire Preise zu erzielen. Erzeuger können nun mit Molkereien auf freiwilliger Basis die Milchmenge regulieren. Außerdem wollen wir die Andienungspflicht abschaffen, um fairere Verträge zwischen Landwirt und Molkerei zu ermöglichen“, sagt die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis

Der Milchpreis sinkt. Der Erzeugerpreis für Milch aus der konventionellen Landwirtschaft ist mittlerweile auf 20 Cent gesunken. Er müsste bei mindestens 40 Cent je Liter liegen, um die Kosten der Landwirte zu decken. Diese Entwicklung bedroht die wirtschaftliche Lage vieler Milchbauern und zwingt manche zur Aufgabe ihres Hofes, befürchtet die Sozialdemokratin. Mattheis hatte bei ihren Gesprächen mit den Milchbauern der Region versprochen, die Preisentwicklung seit Wegfall der Milchquote im April 2015 genau zu beobachten. Deshalb unterstützte sie die Umsetzung des EU-Vorschlags in nationales Recht. Nun können Agrarorganisationen (anerkannte Erzeugerorganisationen, deren Vereinigungen und Branchenverbände) und Genossenschaften (Molkereien) im Milchsektor befristet für einen Zeitraum von sechs Monaten freiwillige gemeinsame Vereinbarungen treffen. „Die Milchbauern und Molkereien haben so die Möglichkeit die Produktionsmenge besser zu steuern, um wieder zu auskömmlichen Erlösen zu kommen“, hofft Mattheis auf gute Vereinbarungen.

Doch das reiche nach ihrer Ansicht nicht aus. Zur Vereinbarungen von wirksameren Maßnahmen war die Union nicht bereit, berichtet Mattheis aus Berlin. „Ich hoffe, dass die Agrarministerkonferenz im Juli kurzfristig konkrete Hilfen bringt. Wir müssen langfristig die Verhandlungsposition des Landwirtes gegenüber den Molkereien zu stärken“. Ziel sei es, die Andienungspflicht abzuschaffen und fairere Verträge zwischen Landwirt und Molkerei zu ermöglichen. Die Andienungspflicht beinhaltet, dass der Landwirt mindestens 90 Prozent seiner erzeugten Milch an die Molkerei liefern muss und damit wirtschaftlich von der Zusammenarbeit abhängig ist.

 

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