Lieber direkt in die Versorgung

Veröffentlicht am 12.07.2016 in Pressemitteilungen

Der Pflegevorsorgefonds ist in anderthalb Jahren auf 1,8 Milliarden Euro angewachsen. Gleichzeitig muss die Bundesbank aufgrund der Lage am Kapitalmarkt Negativzinsen zahlen. Dies bestätigt die Kritik der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis.

„Unsere Befürchtung war von Beginn an, dass sich ein Ansparen von Beitragsgeldern in Zeiten niedriger oder sogar negativer Zinsen als Verlustgeschäft entpuppt.“, meint Mattheis. „Die Inflation frisst das angesparte Geld auf und damit werden hier leichtsinnig Gelder verschleudert, die sehr viel besser direkt in der Versorgung eingesetzt werden sollten.“

Die Bundesbank legt die Gelder des Fonds, 0,1 Beitragssatzpunkte oder rund 1,2 Milliarden Euro pro Jahr, zu 90% in Staatsanleihen an. Diese werfen derzeit kaum Rendite ab. Die restlichen 10% müssen daher die möglichen Verluste, die derzeit beispielsweise auf 15 Jahre laufende Bundesanleihen zu erwarten sind, abfedern.

„Derzeit verhindert jede Art von Fonds einen größeren Gewinn. Sowohl die konservative Anlagestruktur als auch risikoreiche Spekulationen auf dem Aktienmarkt sind unverantwortlich, da es sich um Gelder der Versicherten handelt.“, kritisiert Mattheis. 

 

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