Immunsystem für die digitale Gesellschaft – SPD diskutiert mit Buchenscheit über Datensicherheit

Veröffentlicht am 07.04.2016 in Veranstaltungen

„Wir brauchen ein Immunsystem für unsere digitale Gesellschaft“, fordert die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis. Um Internetnutzer über die Chancen und Risiken von Online-Banking und Messenger zu informieren, referierte auf ihre Bitte hin der Forscher und Unternehmer Andreas Buchenscheit im Herrenkeller Ulm über Datensicherheit.

„Früher musste man einbrechen, um an den PC zu kommen. Heute ist der PC fast immer über das Internet erreichbar“, warnte der Dozent an der Hochschule Ulm und Geschäftsführer der Cortex Media GmbH vor einem sorglosen Umgang mit persönlichen Daten. Einerseits gebe es das Problem, dass viele Nutzer, Unternehmen und die Politik sowie auch Administratoren zu wenig Kenntnisse über Sicherheitslücken im Internet hätten, wie welche Informationen abgefangen und zur Erstellung von Nutzerprofilen, zur Industriespionage, zur Überwachung des Alltags verwendet werden könnten. Zum anderen herrsche auch die landläufige Meinung: „Ich habe nichts zu verbergen“, weil sich viele nicht im Klaren wären, wie sensitiv ihre Daten sind.

„Wir leben in einer digitalen Gesellschaft und verwenden täglich Internet und E-Mail. Wir tauschen uns über Social Media aus. Doch Identitätsdiebstähle, Ausspähaffären und Industriespionage zeigen uns, dass wir Bürgerinnen und Bürger und auch deutsche Unternehmen eine Unmenge an sensiblen Daten preisgeben und diese nicht ausreichend geschützt werden“, verdeutlichte Mattheis.

„Man darf Datenschutz nicht als Innovationsbremse sehen. Allerdings ist der Datenschutz auch das Wichtigste was wir haben“, appellierte Buchenscheit für mehr Sensibilität im digitalen Zeitalter.

 

Willkommen!

Hilde in Social Media