Die Idee des Mehrgenerationenwohnens braucht mehr als einen Besuch

Veröffentlicht am 22.09.2009 in Presse im Wahlkreis

(Ulm/ulm-news) Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat heute als Regierungsmitglied das Mehrgenerationenhaus in Ulm, die Begegnungsstätte Eichberg e.V., besucht.

Der Besuch alleine reiche aber nicht, kritisiert die Ulmer SPD-Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis. Die große Koalition hatte 2005 in den Koalitionsvereinbarungen und mit dem darauf aufbauenden Kabinettsbeschluss von Genshagen beschlossen, für jeden Landkreis und Stadtkreis als Anschubfinanzierung für die Dauer von 5 Jahren pro Jahr und Kreis 40 000 Euro bereitzustellen. Diese Mittel decken Kosten für Personal-, Sach- und Honorarausgaben. Während des fünfjährigen Förderzeitraums kann somit jedes Mehrgenerationenhausprojekt bis zu 200 000 Euro erhalten (Gesamtvolumen: 88 Millionen Euro).

Mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds konnte die Gesamtzahl der Mehrgenerationenhäuser auf 500 aufgestockt werden.

Ende Januar 2008 wurden mit 500 Mehrgenerationenhäusern in ganz Deutschland das Ziel erreicht, flächendeckend Orte für ein neues Miteinander der Generationen zu schaffen.

Aber viel mehr als die Auswahl aus insgesamt 1700 Bewerbungen und die Verteilung der Mittel hat das Ministerium nicht unternommen. So deutete doch allein die hohe Zahl der Bewerbungen auf den viel weitergehenden Bedarf an Mehrgenerationenhäusern hin.

"Das ist zu wenig," sagt die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis. Die Ministerin hat den Beschluss ausgeführt, mehr nicht. Aber wir brauchen dafür mehr Mittel und gezieltere Modellprojekte. Denn Familien und Senioren wollen ein unkompliziertes Verknüpfen von sozialer Begegnung, Versorgung, Freizeit und Arbeit. Immer noch passen Anspruch an Lebensqualität und Wirklichkeit nicht zusammen."

Hilde Mattheis: "Dieses Aktionsprogramm muss weit über die Anschubfinanzierung hinausführen. Dazu gehört eine qualitative Verbesserung der Rahmenbedingungen wie die Vernetzung und Förderung mit und von Mehrgenerationenwohnanlage, aber auch die Finanzierung von neuen, für den Zweck zu errichtenden Häusern und nicht nur die Kostendeckung für den Betrieb."

Quelle: http://www.szon.de

 

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