Die Gesundheitskarte für Flüchtlinge rasch bundesweit einführen

Veröffentlicht am 14.09.2015 in Pressemitteilungen

Bis zu 800.000 Flüchtlinge werden dieses Jahr in Deutschland erwartet. Um die Kommunen bei der medizinischen Versorgung zu entlasten, braucht es erhöhte Anstrengungen von Bund und Ländern. Dazu erklärt die Ulmer Bundestagsabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Hilde Mattheis:

Die Gesundheitskarte für Flüchtlinge muss kommen – besser heute als morgen. Drei SPD-geführte Länder haben diese inzwischen eingeführt. Die anderen müssen schnell folgen. Eine falsche Zurückhaltung, insbesondere von konservativer Seite, darf es nicht geben.

Der Bundesgesetzgeber wird noch im Herbst, die Krankenkassen per Gesetz verpflichten, sich an Verträgen mit den Ländern zur Ausgabe der Gesundheitskarte zu beteiligen. Ich erwarte, dass spätestens dann alle Länder die Einführung zügig umsetzen. Zusätzlich wird der Bund stärker als bisher Projekte ehrenamtlicher Helfer zur medizinischen Erstversorgung unterstützen.

Durch die Gesundheitskarte werden die Kommunen durch den Wegfall des bisher zu hohen Verwaltungsaufwands entlastet. Die Geflüchteten wiederum können schneller als bisher medizinische Versorgung in Anspruch nehmen. Gerade Asylsuchende leiden aufgrund ihrer Vorgeschichte häufig unter physischen und psychischen Symptomen, die dringend behandlungsbedürftig sind. Damit sich die Krankheitsbilder nicht verschlimmern, ist eine zeitnahe und möglichst unbürokratische Versorgung notwendig.

Im nächsten Schritt muss der Bund feste Kriterien und im Zweifel Hilfen zur medizinischen Erstversorgung beschließen, um die Länder zu entlasten. Hierzu zählt die Bereitstellung von Impfstoffen, Medikamenten, Röntgengeräten, medizinischem und Servicepersonal in Verbund mit Krankenkassen, Krankenhäusern und den Kassenärztlichen Vereinigungen.

 

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