Das Arztzimmer darf nicht zum Verkaufsraum werden

Veröffentlicht am 14.07.2016 in Pressemitteilungen

Die Veröffentlichung des Igel-Monitors zeigt: Das Geschäft mit Igel-Leistungen steht weiterhin hoch im Kurs. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis sieht das kritisch, da Patienten zu wenig informiert und zum Teil unnötig behandelt werden.

„Das Geschäft mit Igel-Leistungen boomt weiterhin. Die Zahl der GKV-Versicherten, denen Igel angeboten wurde, hat 2015 einen neuen Höchststand erreicht – und das trotz der selbst verordneten Zurückhaltung der Ärzteschaft!“, meint Mattheis. „Angesichts der großen Unsicherheit der Patienten und fehlender wissenschaftlicher Belege über den Nutzen von Igel-Leistungen ist diese Ausweitung des Igel-Geschäftes nicht nachvollziehbar.“

„Es liegt in den Händen der Ärzteschaft, das hohe Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient nicht zu gefährden und den Eindruck zu stärken, die Praxis würde zum Verkaufsraum. Daher fordern wir, dass Patientinnen und Patienten umfassend beraten und aufgeklärt werden und dass ein schriftlicher Behandlungsvertrag abgeschlossen werden muss, bevor eine solche Leistung in Anspruch genommen wird. Die Patienten sollten zudem Zeit haben, eine angebotene Igel-Leistung zu überdenken. Deshalb sollten Igel-Leistungen nicht am gleichen Tag wie sonstige Leistungen der GKV abgerechnet werden können.“, fordert Mattheis.

 

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