Klarheit bei der Organspende

Veröffentlicht am 02.06.2016 in Pressemitteilungen

„Das Wichtigste ist, dass für die Ärzte und Angehörigen Klarheit darüber besteht, wie der Betroffene zur Organspende steht.“, betonte die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis anlässlich des Tages der Organspende am 4. Juni. „Jeder sollte sich Gedanken machen und seinen Willen auf einem Organspendeausweis festhalten.“

Nach wie vor warten viele Menschen vergeblich auf ein lebensrettendes Organ, die Zahl der Spender bleibt gering. 2015 wurden in Baden-Württemberg 106 Organe gespendet.

„Nach wie vor ist die Bereitschaft zur Organspende sehr gering. Das bedaure ich sehr.“, führte Mattheis weiter aus. „Gleichzeitig ist es verständlich, dass nach den Skandalen von 2010 und 2011 Vertrauen nur langsam wieder aufgebaut wird. Wir setzen jetzt mit dem Transplantationsregistergesetz einen weiteren Baustein, um in Zukunft eine stärkere Koordinierung und damit auch Kontrolle im gesamten Bundesgebiet über die Spender, Organe und Empfänger zu erhalten.“ Die Zahl der Organspender ist 2015 auf einen neuen Tiefstand gesunken. Waren es 2009 noch 14,9 Spender pro Million Einwohner, sank diese Zahl 2015 auf nur noch 10,7. Baden-Württemberg liegt hier mit 9,9 Organspendern pro Million Einwohner unter dem Bundesdurchschnitt.

Nach Erhebungen der Deutschen Stiftung Organspende (DSO) kann nur bei ca. 40% der Fälle auf einen vorher bekundeten Willen des potentiellen Spenders zurückgegriffen werden. Häufiger muss der Wille vermutet werden oder Angehörige gefragt werden. Bei Ablehnung der Organspende geht dies sogar zu 32% auf den Willen der Angehörigen zurück.

Der Tag der Organspende findet seit 1983 jährlich am ersten Samstag im Juni statt, um für das Thema zu sensibilisieren und mehr Menschen auf die Möglichkeit eines Spendeausweises aufmerksam zu machen. Ausweise zum Download gibt es z.B. hier. 

 

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