Lob für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe

Veröffentlicht am 13.04.2017 in Pressemitteilungen

Bei einem Fachgespräch über die Integration von Flüchtlingen dieser Tage in Ulm hat der SPD- Bundestagsabgeordnete und Menschenrechtsexperte Christoph Strässer die ehrenamtliche Hilfe in der Flüchtlingsarbeit gelobt. Diese sei enorm wichtig für die Gesellschaft, stelle aber eine Ergänzung der staatlichen Angebote dar und sei kein Ersatz hierfür, betonte er. Strässer war auf Einladung der Ulmer SPD-Bundestagsabgeordneten Hilde Mattheis nach Ulm gekommen. Etwa 30 interessierte Gäste wollten sich das Fachgespräch nicht entgehen lassen.

 

Dass die Integration von Flüchtlingen gelingt, ist von enorm wichtiger Bedeutung für die Zukunft unserer Gesellschaft“, sagte Hilde Mattheis gleich zu Beginn. Mit Blick auf die aktuelle Weltlage und den dazugehörigen Migrationsbewegungen sagte sie: „Wir stehen ratlos vor dem, was passiert ist und was noch passieren wird.“


Obwohl die deutsche Gesellschaft durch die verstärkte Einwanderung enorm gefordert sei, stellte Christoph Strässer den Menschen ein hervorragendes Zeugnis in Sachen Mitmenschlichkeit aus: „Die Mehrheit der Gesellschaft in diesem Land ist immer noch bereit zu helfen“, sagte er und ergänzte: „Da ist die Zivilgesellschaft oft weiter als die Politik.“


Kritik übte Strässer am Umgang vieler deutscher Politiker mit dem Begriff Einwanderungsland. „Unserem Land fehlt ein klares Bekenntnis dazu, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Die Verneinung dessen ist die große Lebenslüge einiger Politiker.“ Dieser Kritik konnte sich Hilde Mattheis nur anschließen.


Der SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Bundestagswahlkreis Münster war Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung von 2014 bis 2016, bevor er unter anderem aufgrund der Verschärfung der Asylgesetze zurücktrat. Derzeit ist er unter anderem Mitglied im Ausschuss für Recht und Ver- braucherschutz im Deutschen Bundestag.


Auch in Ulm ging Strässer mit der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung hart ins Gericht. „Wir betreiben eine Flüchtlingspolitik auf dem Rücken der Kinder.“ Beim Thema Familiennachzug sei die von Innenminister Thomas de Maizière zu verantwortenden Politik „verfassungs- und integrationsfeindlich“.


Im Anschluss an das Fachgespräch zwischen Hilde Mattheis und Christoph Strässer entwickelte sich eine lebhafte und kompetente Diskussion mit den versammelten Zuhörerinnen und Zuhörern.

 

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